Rückblick auf unsere 1. Modellbahnbörse

Am 23. und 24. März 2002 - direkt zu Ferienbeginn und obendrein noch das erste schöne Wochenende nach einem miesen Frühlingsstart - erdreistete sich ein Modellbahnclub in Castrop-Rauxel, seine erste Börse mit einer kleinen Modellbahnschau zu starten. Diese Vorzeichen waren gar nicht gut. So mancher Modellbahnfreund (Aussagen durch verschiedene Personen belegt) kam in einen argen Gewissenskonflikt; die noch unbekannte Veranstaltung aufsuchen oder etwas für den häuslichen Frieden tun und das schöne Wetter nutzen. Auch die Veranstalter sahen am Samstagmorgen sehr betroffen drein. Es ist schon genau so, als wenn Sommergrillparty angesagt wird und der Wetterbericht Unwetter vorhersagt.

Am Samstagmorgen war bereits eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn alles startklar. Die Anlagen waren aufgebaut und die anwesenden sechs Händler hatten ihre Ware auf allen Tischen ausgebreitet. Um die Stimmung etwas zu heben, lud der Veranstalter alle Anwesenden zu einer Tasse Kaffee und einer frischen Waffel ein. Bevor die letzten frischen Waffeln an die Aussteller ausgegeben waren, öffneten sich die Türen und die ersten Besucher strömten in die Räume. Die Werbung, der Name 'Modelleisenbahnclub Castrop-Rauxel' und auch die moderaten Eintrittspreise von 2 € (dabei hatten Frauen und Kinder freien Eintritt) bewirkten, daß die ersten Besucher sich schon vor der Tür gesammelt hatten und geduldig auf Einlaß warteten.

Auch wenn die Riesenschnäppchen nicht unbedingt zu erwarten waren, verließen bereits am Morgen einige Besucher, schon beidseitig mit vollen Plastiktüten bepackt, die Börse.

Angeboten wurde alles rund um die Modellbahn:
- Werkzeug und Restbestände aus dem Verbeckprogramm.
- Modellbahnartikel in Spurweiten von N - IIm.
- Zubehör wie Häuser oder Autos.
- Sogar Eisenbahnliteratur und Videos aus dem EK-Verlag

Nach einer kleine Flaute am Mittag belebte sich die Nachfrage am Nachmittag wieder. Obwohl nicht das große Gedränge (wie auf dem Weihnachtsmarkt) herrschte, klagte keiner der Aussteller über Langeweile. Einige der Aussteller konnten nur am Samstag kommen und mußten deshalb am Abend mit Bedauern abreisen. Dafür konnten dann die Tische am Sonntag von zehn Händlern teilweise neu belegt werden.

Auch hier war wieder Vielfalt geboten.
Erfahrungsgemäß ist der Sonntag ein klassischer Börsentag, an dem auch wir eine Verdoppelung der Besucherzahlen erlebten.



Besonderes Interesse bei den jüngeren Besuchern fanden die Anlagen. Hier war zum einen eine 0e-Anlage der ARGE Modellbau Recklinghausen zu sehen; diese Anlage wurde von Schülern aufgebaut und vorgeführt. Auf der Schmalspuranlage im Maßstab 1:45 pendelten Personen- und Güterzüge.
Während des Wochenendes nutzten die Mitglieder die Zeit unter anderem dazu, Figuren zu bemalen. Diese werden auf einer anderen Anlage eingesetzt, die auf der Intermodellbau in Dortmund (17.-21. April) zu sehen ist.



In einem anderen Raum drehten die Modelle eines Mitglieds eines befreundeten Clubs ihre Runden. Seine Modelle in der "Königsklasse", der Spur I im Maßstab 1:32, fuhren auf einem 6 x 4 m messenden Rundkurs und ließen die Herzen der Männerwelt höher schlagen. Rainer Marx baut zur Zeit in seinem Club EBC80 in Gelsenkirchen eine entsprechende Anlage auf und führte hier nur seine Fahrzeuge vor. Es ist schon beeindruckend, wenn man hört, wie bei der V200 die Dieselmotoren angelassen werden (erst der hintere, dann der vordere, haben wir gelernt) und das Motorengeräusch zunimmt, bevor der Zug mit den langen Reisezugwagen sich langsam in Bewegung setzt. Hier wurde auch ausgiebig gefachsimpelt.


Ein weiteres Schmuckstück auf dieser Veranstaltung war das Gastspiel des Circus Krone.



Ein Mitglied des MEC Castrop-Rauxel hat auf einer Fläche von 1,80x1,60 m das Leben in der Zirkusstadt detailgetreu dargestellt. Die Begeisterung der Besucher ging teilweise soweit, daß sie sich gar nicht mehr davon trennen, sondern ihn direkt kaufen wollten.



Das Resümee aus diesen zwei Tagen: es hat uns allen viel Spaß gemacht, es war eine angenehme Atmosphäre und es gab nirgendwo einen Grund zur Klage.
Auf die Frage der Aussteller und Besucher, ob wir weitermachen, gibt es eine klare Antwort:
Dies war unsere erste Veranstaltung und sicher nicht die letzte. Eine Fortsetzung ist im Herbst angedacht.

erstellt am: 25.09.2004
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